iitakiis.

Words.

Sarasvati is her name. 

Birth. Daughter of... 
Marriage. Wife of... 
Son. Mother of...


People start talking.


The Daughter of... 
The Wife of... 
The Mother of...


is shaming

the Father. 
the Husband. 
the Son.


For she is writing on the walls: Sarasvati.

Sarasvati is her name.

Und gemeinsam werden wir ernten, was wir säen. 
Fading into the digital shadows.


Täglich dünsten wir unser Gehirn und bieten es den Trollen dieser Welt bereitwillig zum Verzehr an. Gar gekocht kleben wir an Bildschirmen. Klicken, liken, scrollen durch eine verfälschende Welt und verglühen geistesleer im digitalen Schatten. Als Gejagte 
jagen wir ausgelegten Fallen hinterher mit der berechnenden Änderung unserer Wahrnehmung als perfiden Beute.

We all are the Product. 

Als willige Assistenz speichern, teilen, verbreiten wir ungeprüft mundgerechte und leicht verdauliche Häppchen menschenrechtsfeindlicher Bewegungen und Pseudo-Auserwählter. Von antidemokratischen Irrationalist*innen in Massenproduktion als geplant überfordernde Flut zurechtgeschnitten. Unter dem fadenscheinigen Deckmantel beliebiger Ideologien, die sich alle letztendlich auf eine ernüchternde Essenz destillieren lassen: die endlose Gier nach Macht und Kontrolle. 

Und gemeinsam werden wir ernten, was wir säen.

We are hungry ghosts.

Hungrige Geister suchen unsere Welten heim und verschlucken sie. Durchschnittlich 25 Sklav*innen stopfen ihre gierigen Münder, während sie in ihren Gotteshäusern mit vollem Maul von Nächstenliebe predigen. Verfettet mästen sie weiter Haus und Herz mit übersättigten Warenkörben, während sie selbstherrlich auf den Bergen ihres eigenen Mülls thronen und zur Nachhaltigkeit ermahnen. Sie halten ein an ständiges Wachstum und Ausbeutung gewohntes Wirtschaftssystem am Leben, während sie selbstgerecht mit ihren Blutroben über das Parkett ihrer Galaveranstaltungen tanzen und gönnerhaft Spenden für von ihren hungrigen Mündern versehrten Menschen sammeln. 

Stets ihrem eigenen Evangelium des Reichtums folgend stempeln sie sich als Feigenblatt das Label von Anthroposoph*innen auf die Stirn und zerstören ungeniert mit ihren wachsenden Milliarden die Demokratien dieser Welt. Als Minderheit wollen sie mit einem gefährlichen Selbstverständnis über Mehrheiten bestimmen, und tragen ihre zerstörerische Idee von Transhumanismus als unabwendbare Wahrheit in diese Welt. Unter dem Deckmantel eines vermeintlichen Nationalstolzes verpesten sie die Welt mit fiktiven Ängsten und blicken stolz zurück. 

Und währenddessen nimmt das Tosen um sie herum unbeeindruckt zu. Ihre gierigen Münder lassen sie am eigenen Arm verhungern und beginnen bereits, sie selbst zu verdauen. 

Der Trümmerfreund. 

Ihr Trümmerfreund lag in Trümmern. Und sie war es, die ihn in Trümmern gehauen hatte. Aus einem plötzlichen Instinkt der Selbsterhaltung und eines Überlebensdrangs. Und nun lag er vor ihr, in all seinen Teilen und seiner Ahnungslosigkeit. Und in all seinen Teilen zeigte er ihr seinen Schrecken. Schaute sie an. Irgendwie verblüfft. Als hätte er es nicht erwartet, und irgendwie dann doch. Mit einer leisen Vorahnung, die dann doch vielleicht zu leise war. Flüsternd bat er sie, seine Trümmer aufzusammeln. Und er vermutete, dass sie es tun würde. Aus Angst. Aus Leere. Aus Einsamkeit. Denn das, sagt er, kann er verschwinden lassen. Mit einem Schnips und einem Schluck. 


Die Freundschaft zum Trümmerfreund hatte sich gut angefühlt. Geborgen. Wohlig warm war er ihr die Kehle hinab geflossen. Hatte sie von innen gewärmt und gehalten. Niemals hat er ihr gesagt, sie sei zu viel oder zu wenig. Sie durfte sein. Ohne Bewertung. Ohne Beobachtung. Ohne Invalidierung, nur Validierung. Zu jeder Zeit war er für sie da. Ließ sie fliegen. Leicht wie einen Schmetterling und charmant durch die Nacht. Er hatte die Trümmer ihres Lebens für sie aufgesammelt. Und sie fühlte sich ganz. Ohne all den Schmerz, der sich in sie gegraben hatte. Sie mochte sich, wenn er da war. Ihr Kopf war still. Quälte sie nicht. Es gab Ruhe und Frieden und Gegenwart. Weder Vergangenheit noch Zukunft. Und er machte sie mit anderen Menschen bekannt, und schaffte Verbindung und nahm ihr die Einsamkeit. Sie waren Verbündete. 


Aber dann waren da die Morgen. Einsamer und kälter und greller als am Tag zuvor. Und ein kleiner stiller Teil begann sie zu mahnen. Und er wurde immer lauter und klarer. Und so haute sie eines Tages ihren Trümmerfreund in Trümmern. Doch in den Trümmern lagen ebenso all der Zauber und der Zugang zu ihrem vermeintlich leichten Ich. 


Und so tat sie das, war er vermutete hatte. Sie sammelte seine Trümmer ein. Und mit einem Schnips und einem Schluck hatte sie ihn wieder, ihren Trümmerfreund. Und sie wusste, eines Tages, da würde er sie in Trümmern hauen.

Die Familie.

Der Giftmischer hatte selbst vom Gift gekostet und es aus dem Krieg nach Hause getragen. Nun tropfte es von seinen Orden und seinen Traumata in die dampfenden Schüsseln am Essentisch in die Münder seiner Kinder. Zum Morgen, Mittag und Abend löffelten sie die bittere Suppe und boten sie auch ihren Kindern als Speise dar. Keines von ihnen war Patient 0. Auch der Giftmischer selbst nicht. Und doch trugen sie es weiter. Das Gift, dessen Ursprung soweit in die Geschichte zurück reicht, dass er vergessen ist. Und das Gift wird weiter gemischt und vermischt und verteilt. Bis vielleicht eines Tages eines der Kindeskinder die Bitterkeit leid ist. Und nicht mehr zum Morgen, Mittag und Abend die bittere Suppe löffelt. Und sie auch den Kindern nicht mehr als Speise darbietet. Und vielleicht letztendlich das Gift aus den dampfenden Schüsseln am Esstisch verschwindet.